Tagung „Musik in Szene – Szenen in Musik. Interdisziplinäre Aspekte der Musikvermittlung"

26. - 28. Februar 2015 Salzburg, Universität Mouzarteum

Die Tagung „Musik in Szene – Szenen in Musik, Interdisziplinäre Aspekte der Musikvermittlung“ findet von 26.2.-28.2.2015 an der Universität Mozarteum Salzburg statt. Die Tagung möchte das Erfahrungswissen in den unterschiedlichen Disziplinen für MusikvermittlerInnen verfügbar machen und über Gemeinsamkeiten und Differenzen in Methoden und Herangehensweisen diskutieren. So dient das Forum der Auslotung von Querverbindungen und Bezügen ebenso wie der Öffnung des Netzwerks hin zu den anderen Kunstsparten sowie deren Vermittlung und deren Diskurse. Ein World Cafè und ein Marktplatz geben den Raum für persönlichen und inhaltlichen Austausch. Anwendungsorientierte Workshops aus unterschiedlichen Vermittlungssparten, Vorträge und Diskussionen versuchen den Fragen auf den Grund zu gehen: Was macht „Interdisziplinarität“ aus? Was bedeutete „interdisziplinär“?

Die Europäischen Mozart Wege veranstalten als Tagungskooperationspartner am Donnerstag 26.2.2015 ein Symposium zum Thema „Sistema-inspired Music Education in Europe and Beyond - Enabling social change through collective music-making“.

 

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Auf den Flügeln der Musik

Fortbildungsseminar im Bereich von Konzertprogrammen für Demenzkranke

Musik ist die Sprache der Gefühle. Sie eignet sich in besonderer Weise als Schlüssel zur inneren Welt von Menschen mit Demenz. Ein Konzert an einem renommierten Ort des Musiklebens kann für diese Menschen, ihre Angehörigen und Wegbegleiter ein ganz besonderes Erlebnis sein und bedeutet zudem, trotz der Erkrankung weiter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

In Deutschland sind derzeit etwa 1,3 Millionen Menschen von einer Demenz betroffen, bis zum Jahr 2050 werden es schätzungsweise über 2,5 Millionen sein. Auch der kulturelle Sektor muss auf diese Entwicklungen reagieren und für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen Möglichkeiten schaffen, am kulturellen Leben teilzunehmen.

Das Pilotprojekt „Auf Flügeln der Musik“ hat dazu neue Konzert-und Rahmenprogramme entwickelt, praktisch erprobt und evaluiert. Die Konzerte fanden in Zusammenarbeit mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln, der Tonhalle Düsseldorf, der Jazz-Schmiede Düsseldorf, den Duisburger Philharmonikern, der Hochschule für Musik und Tanz Köln, der Deutschen Kammerakademie Neuss sowie im Robert-Schumann-Saal Düsseldorf, in der Historischen Stadthalle Wuppertal und in der Philharmonie Köln statt.

Unsere Erfahrungen und Erkenntnisse möchten wir gern an interessierte Konzertvermittlerinnen und Konzertvermittler, aber auch an das Management von Orchestern sowie Orchestermusikerinnen und Orchestermusiker weitergeben.

Fortbildung
In einer zweitägigen Fortbildung stellen wir Ihnen mögliche Vermittlungsformate und wichtige  Rahmenbedingungen vor, wenn Sie ein Konzertprogramm für die Zielgruppe veranstalten möchten. Experten aus dem Demenzbereich vermitteln ein Basiswissen über das Krankheitsbild und die Kommunikation mit den Betroffenen. Mit Beratung der anwesenden Experten haben Sie die Möglichkeit, passgenaue Angebote für Ihre Institution zu entwickeln.
Unsere Erfahrungen und Erkenntnisse möchten wir gern an interessierte KonzertvermittlerInnen, aber auch an das Management von Orchestern sowie OrchestermusikerInnen weitergeben.
Ihnen stehen drei alternative Termine zur Auswahl:

06. - 07. November 2013, Bayerische Musikakademie Hammelburg e.V.
13. - 14. November 2013, Landesmusikakademie in Berlin
27. – 28. November 2013, Nordkolleg – Akademie für kulturelle Bildung, Rendsburg

Seminarleitung
Elisabeth von Leliwa M.A., Musikwissenschaftlerin, war viele Jahre Leitende Dramaturgin an der Tonhalle Düsseldorf, bevor sie sich 2012 als Beraterin und Coach selbstständig machte. Im Rahmen von „Auf Flügeln der Musik“ entwickelte sie Formate für Konzert- und Probenbesuche mit Menschen mit Demenz und führt diese aktuell in Neuss, Wuppertal und Düsseldorf fort.
Programm
1. Schulungstag (ab 11 Uhr):
- Projektvorstellung "Auf Flügeln der Musik"
- Basiswissen "Demenz und Kommunikation"
- Rahmenbedingungen für Konzerte für Menschen mit Demenz
2. Schulungstag (9 - 16 Uhr):
- Unterschiedliche Methoden der Konzertvermittlung für Menschen mit Demenz
- Formatentwicklung für die eigene Institution in Gruppenarbeit

Teilnahme
Die Teilnahmegebühr für die Fortbildung beträgt 90 €. Darin enthalten sind die Kosten für eine Übernachtung im Tagungshaus, Speisen und Getränke, sowie Arbeitsmaterialien. Eine verbindliche Anmeldung ist telefonisch, per E-Mail oder Online-Formular erforderlich.
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung über die Teilnahmegebühr, die vor der Fortbildung zu begleichen ist.

Anmeldung
Julia Thomé
Tel: 02191-794 297
thome@ibk-kultur.de
zum Online-Formular

 


 

Kulturen.Vermitteln.Musik

Tagungsbericht der Plattform Musikvermittlung Österreich am 21. und 22. Juni in Linz

Der in Istanbul geborene und in Wien lebende Musiker Alp Bora wurde einmal aufgrund seines Akzents in einer Bar gefragt, von wo er denn komme. „Aus der Türkei!“, antwortete Bora. Darauf der Österreicher: „Macht ja nix!“. Alp Bora war mit seinem Quartett auch Teil der Tagung Kulturen.Vermitteln.Musik, die am 21. und 22. Juni in Linz Interkultur und Integration als Querschnittthemen der Musikvermittlung in den Fokus gestellt hat. Veranstalterin war die „Plattform Musikvermittlung Österreich“ in Kooperation mit mica – music austria, der Anton Bruckner Privatuniversität und dem Musiktheater Linz, die auch Austragungsorte waren. Weitere Kooperationspartner waren das Bruckner Orchester, ASSITEJ Austria und das Schäxpir Festival, das eben in Linz im Gange ist.

Die Rektorin der Bruckneruni Ursula Brandstätter merkte in ihren Eröffnungsworten an, dass der Begriff „Interkulturalität“ erst Anfang der 90er Jahre aufgetaucht ist und damit „Multikulturalität“ abgelöst hat. Das Differente, Verschiedenartige ist mehr in den Blick gerückt: „Mit dem Widersprüchlichen (in einem) leben lernen“, sei unsere Herausforderung. In ihrem Eröffnungsvortrag stellte sich Hande Sa?lam vom Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der Wiener Musikuniversität die Frage: „Ist Musik eine Fremdsprache?“ Ihre Forschungen untersuchen Bi-Musikalität als interkulturelle Musikvermittlungsmöglichkeit. Das Erlernen einer fremden Musiksprache ist dem Aneignen einer Fremdsprache nicht unähnlich. Sa?lam zeigte die unterschiedlichen Voraussetzungen und Potenziale für Bi-Musikalität auf. Letztlich kommt der Bereitschaft, in den kulturellen Kontext einer neuen Sprache einzutauchen, eine unabdingbare Rolle zu.

Die Tänzerin und Tanzpädagogin Canan Erek machte ihre Arbeitsweise ganz unmittelbar und körperlich erfahrbar, indem nach einem Warmup einfache Formationen zu türkischer Musik getanzt wurden. Ihr Film über ein Tanzprojekt mit dem Education Programme der Berliner Philharmoniker, das nicht nur Oberschülerinnen  und -schüler auf philharmonische Musiker stoßen ließ, sondern diese auch auf türkische Musiker. Susanne Keuchel vom Bonner Zentrum für Kulturforschung stellt die Ergebnisse des „1. InterKulturBarometer für Deutschland“ aus dem Jahre 2011 vor, das die Frage untersucht, wie Migration bis hin zur dritten Generation das kulturelle Leben in Deutschland verändert hat. Feststellbar ist, dass die Definition des Kulturbergriffs eine deutliche Erweiterung in die Bereiche der Freizeitgestaltung, Religion und Bildung hin erfährt. „Weder noch sind wir“, hat es ein Migrant auf den Punkt gebracht.  Im „Sowohl als auch“ sieht Keuchel den Beitrag von Kunst und Kultur zur Integration: „Das Land ist farbiger geworden.“ Als Inter-Mezzo gab das Alp Bora Quartett ein Konzert. Das Quartett besteht aus den türkischen Musikern Alp Bora (Gesang & Gitarre) und Soner Tezcan (Percussion) sowie den österreichischen Streichern Julia Pichler (Geige) und Lukas Lauermann (Violoncello). Traditionelle türkische Musik wird hier zum Ausgangspunkt einer umwerfend intensiven und feinsinnigen Klanglandschaft, die man nicht nach ihrer Herkunft befragt. Daran ändert auch ein Siebenachteltakt nichts. Bora bekennt in der anschließenden Diskussion, dass er beim Formieren seines Quartetts nicht an Integration gedacht hat. Diese sei in Europa viel zu thematisiert. Wenn er auch zuerst geglaubt hat, dass es ein Kompromiss sei, türkische Musik mit Europäern zu musizieren. Es ist ein Genuss, eben weil die „das anders hören“. Es gehe um „Leben und leben lassen“, nicht nur im gemeinsamen Musizieren. Cellist Lauermann hatte vorerst keine Ahnung von türkischer Musik. Es geht einfach ums gemeinsame Musikmachen, über das Spüren, dann passiere auch der Austausch. Dabei stellt sich keine „interkulturelle Erleuchtung“ ein. In diese Kerbe schlägt auch Canan Erek: „Betonung auf das Anderssein führt zu Separatismus.“ Sie verstehe es als Learning by Doing und erlebe es als Bereicherung. Wobei es nicht Ziel sein muss, am Ende ein wunderbares Kunstprodukt zu erreichen, sondern der Prozess das Wesentliche ist. Es soll auch nicht um die Institution gehen, sondern um die Teilnehmenden, unterstreicht Morena Piro vom Center of World Music der Universität Hildesheim. Praxis und Forschung sei wichtig, auch um Grundlagen für die Politik bereitstellen zu können. Hande Sa?lam meint, dass Grundlagenforschung auch in Österreich ein erster Schritt wäre, um einen Überblick zu bekommen. „Machen wir es einfach!“, fällt als Schlussplädoyer am Ende der Diskussion.

Am Samstagvormittag wurden vier sehr unterschiedlich angelegte Projekte vorgestellt. Albert Landertinger berichtete von „Short Cuts“, dem Migrationsprojekt von Move.on der Orchesterwerkstatt des Bruckner Orchesters. Er gab einen Einblick in die Planung des Projekts, das Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule 5 in Linz und der Musikhauptschule Neuhofen an der Krems zusammenführte. „Short Cuts“ ist ein Musiktanzprojekt (mit im Team auch eine Tänzerin und ein Tänzer der Linzer Tanzcompagnie), das sich aus einer Geschichte der Jugendlichen generiert hat und direkt an die Lebenswelt der Jugendlichen andockt. Diese wurden daher auch nach ihrer Musik befragt, die sie selber spielen und singen. Aufführungen fanden im Neuen Musiktheater statt.

Sofia Weissenegger vom Österreichischen Volksliedwerk stellte mit „Inter_Folk“ (2012), ein musikalisches Vermittlungsprojekt im interkulturellen Kontext vor.  22 Einzelprojekte fanden in ganz Österreich statt. Volkskultur besitzt ein hohes Potenzial zur Integration, Begegnungen herzustellen und zu erleichtern: „Miteinander feiern, voneinander lernen.“ Mit „Let's go dance“ stellte Weissenegger ein interkulturelles Tanzprojekt für 25 Jugendliche von 18 bis 25 Jahren vor. Es war dies ein Kooperationsprojekt zwischen Interface, dem Tanzquartier und dem Volksliedwerk, das die Jugendlichen auf unterschiedliche Tanzböden bewegte: „Wir haben Spaß, tanzen und wir reden“, brachte es eine junge Rumänin auf den Punkt. Am Ende von „Inter-Folk“ stand ein reflektierendes Seminar, das unter anderem resümierte, die teilnehmenden nicht als RespräsentantInnen von Volksgruppen wahrzunehmen, sondern einfach als Individuen.

Erhard Mann und Renald Deppe stellten die „Große Landkarte“ vor: Improvisation in musikalischen und musikübergreifenden Gestaltungsprozessen – ein Versuch mit Improvisation zum Thema alternative Lernformen. Dazu wurden an zwölf Schulstandorten im ganzen Land große Künstlerpersönlichkeiten wie eben Renald Deppe eingeladen, um mit insgesamt 244 Schülerinnen und Schülern zu improvisieren. Improvisation habe kein Referenzwerk im Außen und findet daher neue Impulse im Innen, auch in der Stille. Deppe habe das Projekt als Entschleunigungsprojekt erlebt, in dem auch das Staunen wieder seinen Platz findet: Denn „Staunen ist eine Sehnsucht nach Wissen“, zitiert Renald Deppe Thomas von Aquin. Die „Große Landkarte“ ist ein interdisziplinäres Projekt, eine kollektive Schlussaufführung fand Mitte Juni in der voestalpine Stahlwelt Linz statt.

Bettina Büttner-Krammer, seit 2011 für die Konzeption und Abwicklung sämtlicher Kinder- und Jugendprojekte bei den Wiener Symphonikern zuständig, berichtete vom „Peer Gynt Projekt“, das die Wiener Symphoniker in ihrer Partnerschule NMS G.W.-Pabstgasse anzündeten und dabei die ganze Schule mit diesem Stück und der Thematik erfassten, von selbst gebastelten Trollen bis hin zu Nebelmaschinen, die der Chemielehrer baute. An das Thema wurde von vielen Seiten herangegangen, in einer intensiven Workshop- und Probenphase im November und Dezember 2012 wurde probiert, bevor es zu einer Performance kam. Marie-Therese Rudolph gab dabei auch Einblick in die Unterstützungsmöglichkeiten seitens KulturKontakt. 

Der abschließende Nachmittag stand in Kooperation mit Assitej Austria und dem Schäxpir Festival im Neuen Linzer Musiktheater im Zeichen von „Musiktheater und Vermittlung“. Anne-Kathrin Ostrop, Musiktheaterpädagogin an der Komischen Oper Berlin, berichtete über „Selam Opera!“ – ein vielfältiges Vermittlungsprojekt, das speziell das Publikum mit türkischen Wurzeln ansprechen will, wobei die Beteiligten auch aus dem Haus direkt zu den Menschen gehen, wie zum Beispiel mit dem „Operndolmu?“. Der mit zwei Sängern, drei Musikern und einem Dramaturgen der Komischen Oper Berlin voll besetzte Bus (türkisch: dolmu?) fährt Begegnungsstätten, Seniorenheime, Migrantenorganisationen oder auch Bildungseinrichtungen in Stadtteilen mit einem besonders hohen Anteil an Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen an und will damit Brücken schlagen.

Am Schluss der Tagung stellte Constanze Wimmer in einer Podiumsdiskussion die Frage: „Ist Musik eine Sprache, die jeder versteht?“ Rafael Neira Wolf (superar) meinte: „Selbstverständlich ist sie das, man kann aber niemanden zwingen zuzuhören!“ Lydia Grün (Netzwerke junge Ohren, Deutschland) unterstrich, dass nicht jeder jede Musik versteht und umgekehrt. Sie wehrte sich gegen Verheißung, dass Musik als Problemlöser fungiere und habe „keinen Bock, Teil einer politischen Mode zu sein“. Ursula Sternberger (Südwind, Linz) sagte, dass aber Musik eine Sprache sei, die in jedem veranlagt ist. „Musik kann auch Abgrenzung sein“, konstatiert Komponist Helmut Schmidinger, wie er es an seinen beiden erwachsenen Söhnen erlebt, was dennoch ein respektvolles Miteinander nicht ausschließt. Seine Kinderoper „Lynx, der Luchs“ wurde eben im Neuen Musiktheater uraufgeführt: Kinder haben keine vorgefasste Meinung und sind daher für unterschiedliche Sprachen offen, so Schmidinger.

„Macht ja nichts“, möchte man mit einem Augenzwinkern sagen: „Machen wir es!“ Die Tagung Kulturen.Vermitteln.Musik gab viele anregende Impulse zum Tun und auch zum und zu Denken.

Norbert Trawöger
 

El Sistema

Salzburger Festspiele 2013

Im Rahmen der Salzburger Festspiele 2013 wird das visionäre und vorbildhafte Projekt EL SISTEMA zum ersten Mal in einem größeren Zusammenhang und in seiner ganzen Vielfalt außerhalb Venezuelas präsentiert. Dafür haben die Salzburger Festspiele neben dem Simón Bolívar Symphony Orchestra - welches bereits in Salzburg gastierte und das Flaggschiff des Orchester-Ausbildungsprogramms ist - fünf weitere Ensembles von El Sistema eingeladen.
 

weitere Information

Willkommen auf

www.communicating-music.eu

Die Online Plattform der Europäischen Mozart Wege versteht sich als Service- und Informationsseite für alle, denen die Vermittlung von Musik am Herzen liegt. Durch Musikvermittlung im europäischen Gesamtkontext soll das Bewusstsein eines gemeinsamen kulturellen Erbes in Europa (klassische und zeitgenössische Musik) gestärkt werden. Nutzer der Plattform sollen auf lokaler, regionaler und langfristig auf europäischer Ebene angeregt werden aktiv tätig zu werden, selbst Projekte durchzuführen und gemeinsam Projekte zu entwickeln.

Die Plattform kofinanziert von  Europäischen Union/ Programm Kultur 2007 – 2013 ist im Rahmen des EU-Projekts der Europäischen Mozart Wege „Family Music“ – Programm zur Verbesserung der Musikvermittlung entlang der Europäischen Mozart Wege entstanden und wurde weiteres vom Land Salzburg sowie der Stadt Salzburg unterstützt.    

Musikvermittlung boomt

Die Tatsache, dass Musik sich in jedem Fall auf den Menschen auswirkt, der sie hört, ist mittlerweile unumstritten. So werden der Musik die unterschiedlichsten emotionalen und psychologischen Wirkungen auf den Menschen zugeschrieben. Musik unterstützt Körperbewusstsein und fördert Lebensfreude, Musik verbindet Menschen und überwindet Vorurteile, aber sie weckt auch Emotionen und dient dazu sie zu verstärken, sie auszudrücken und sie zu kanalisieren. In der Musiktherapie wird Musik gezielt eingesetzt um Stimmungen zu verstärken und um Gefühle zum Ausdruck zu bringen, vor allem um solche zum Ausdruck zu bringen die unterdrückt werden. Die Wirkung von Musik ist unabhängig von Alter und Geschlecht. Gemeinsames Musizieren erfordert fein abgestimmtes Aufeinander-Hören. Musik schult so auch die Wahrnehmung des Anderen. Aktives Musizieren ist auch Gedächtnistraining. Man nimmt deshalb auch an, dass Musik den Abbau von Nervenzellen im Gehirn alter Menschen verhindern kann.

Daher verwundert es nicht das Musikvermittlung in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat und viele Menschen beteiligen sich aktiv. Das Spektrum reicht von Konzertpädagogen und Moderatoren, den Orchestermusikern selbst, Abteilungen in den Kulturverwaltungen und Konzerthäusern, Lehrende an Hochschulen und viele mehr. Eines der Qualitätsmerkmale in der Musikvermittlung ist die Persönlichkeit des Musikvermittlers selbst und so sind es die Menschen in den Institutionen, die diesen Prozess tragen.